Peer Coaching Lab Podcast
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Friedemann Schulz von Thun - Das Werte- und Entwicklungsquadrat
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In dieser Folge des Peer Coaching Lab widmen wir uns dem Werte- und Entwicklungsquadrat von Friedemann Schulz von Thun.
Wir zeigen, wie jede Stärke auch eine Schattenseite haben kann und wie Entwicklung gelingt, wenn Tugenden durch ihre „Schwesternwerte“ ergänzt werden.
Das Modell eröffnet neue Perspektiven für Selbstreflexion, Feedback und Konfliktlösung und lädt zu einem Perspektivwechsel gegenüber vermeintlichen Schwächen in anderen und in uns selbst ein.
Wir sind Katja Tressel und Julia Pouly. Wenn ihr Fragen habt oder als angehende psychologische Beraterinnen, Berater oder Coaches beim kostenlosen online Peer Coaching Lab mit machen möchtet, schreibt uns gerne eine Email an peercoachinglab(@)gmail.com und besucht unsere Webseite peercoachinglab.de.
Music: Pixabay
00:05:40.000 --> 00:05:42.000
Julia Pouly: Herzlich willkommen Zurück.
00:05:42.000 --> 00:05:44.000
Julia Pouly: Heute geht es weiter.
00:05:44.000 --> 00:05:48.000
Julia Pouly: Wir werden immer größere Fans von Friedemann Schulz, von Thun.
00:05:48.000 --> 00:05:56.000
Julia Pouly: Denn wir haben ja schon das innere Team, also unseren Klassiker, wo wir mittlerweile 2 Episoden zu haben, weil wir so große Fans sind.
00:05:56.000 --> 00:05:58.000
Katja Tressel: Vielen Dank.
00:05:56.000 --> 00:05:59.000
Julia Pouly: und heute geht es, wie gesagt, um.
00:05:59.000 --> 00:06:02.000
Julia Pouly: Das Werte und Entwicklungsquadrat, was uns auch.
00:06:02.000 --> 00:06:05.000
Julia Pouly: Wirklich beide doch begeistert hat.
00:06:05.000 --> 00:06:09.000
Julia Pouly: und sich bei mir mittlerweile auch etabliert hat, als ja ein.
00:06:09.000 --> 00:06:12.000
Julia Pouly: Tool in meinem Werkzeugkasten, das ich sehr gerne und regelmäßig.
00:06:12.000 --> 00:06:14.000
Julia Pouly: Wieder aushole.
00:06:15.000 --> 00:06:22.000
Julia Pouly: und ja der Ursprung. Deswegen das finde ich auch gut. Man muss ja da seine Quellen auch nochmal sagen: Es geht ja schon mit Aristoteles Los.
00:06:23.000 --> 00:06:24.000
Katja Tressel: Hm.
00:06:23.000 --> 00:06:26.000
Julia Pouly: und generell ist es ja ein Tool, wo wir uns beschäftigen.
00:06:27.000 --> 00:06:29.000
Julia Pouly: Mit jetzt in anführungszeichen.
00:06:29.000 --> 00:06:34.000
Julia Pouly: Tugenden Eigenschaften. Man kann ja ganz viele Sachen gehen, wo es darum geht.
00:06:34.000 --> 00:06:38.000
Julia Pouly: Jede unserer Tugenden hat irgendwie einmal eine Schattenseite. Wenn wir es übertreiben.
00:06:39.000 --> 00:06:42.000
Julia Pouly: und ein komplementär eine irgendwie.
00:06:42.000 --> 00:06:46.000
Julia Pouly: Ausgleichende ausbalancierte Tugend auf der anderen Seite.
00:06:47.000 --> 00:06:55.000
Julia Pouly: und wie ihr gleich sehen wollt, ist es ein Modell, was sich einmal super eignet, auch um sich selbst zu reflektieren, Entwicklungspotenziale zu sehen.
00:06:56.000 --> 00:06:58.000
Julia Pouly: Auch zu schauen, wie.
00:06:58.000 --> 00:07:01.000
Julia Pouly: Wohl die Fremdwahrnehmung von anderen Personen bei einem sein kann.
00:07:01.000 --> 00:07:07.000
Julia Pouly: Man kann damit auch wunderbar Feedback geben, und zwar ein bisschen anders als dieser berüchtigte Burger.
00:07:07.000 --> 00:07:12.000
Julia Pouly: Schöne Haare, Scheiß, T-shirt und tolle Hose.
00:07:12.000 --> 00:07:16.000
Julia Pouly: Sind dann richtig, wertschätzend und entwicklungsorientiert.
00:07:16.000 --> 00:07:21.000
Julia Pouly: und das Dritte, womit man auch gut arbeiten kann, ist, wenn es um.
00:07:21.000 --> 00:07:24.000
Julia Pouly: Konflikte geht, weil es sehr schön.
00:07:24.000 --> 00:07:28.000
Julia Pouly: Beleuchtet wertschätzend auf beiden Seiten. und da schaut.
00:07:28.000 --> 00:07:32.000
Julia Pouly: Wie man sich da ergänzen kann oder wo wahrscheinlich irgendwie die wunden Punkte rauskommen.
00:07:33.000 --> 00:07:37.000
Julia Pouly: Zu viel im Schnelldurchgang. Es wird auch gar nicht so ein langes im.
00:07:37.000 --> 00:07:39.000
Julia Pouly: Eine Ausführung geben, weil dieses.
00:07:39.000 --> 00:07:43.000
Julia Pouly: Quadrat wirklich überzeugend, simpel eigentlich ist.
00:07:43.000 --> 00:07:45.000
Katja Tressel: Mhm.
00:07:43.000 --> 00:07:49.000
Julia Pouly: und wie gesagt, also, wenn man sich das vorstellt, das Visuelle sind das.
00:07:49.000 --> 00:07:54.000
Julia Pouly: Ist jetzt ein Quadrat, was aus 4 kleinen Kästchen gemacht wird, also wo je 2 übereinander stehen.
00:07:55.000 --> 00:08:01.000
Julia Pouly: und wo oben einmal man eine Tugend eintragen kann, wie jetzt zum Beispiel.
00:08:01.000 --> 00:08:04.000
Julia Pouly: Mut oder Sparsamkeit.
00:08:04.000 --> 00:08:09.000
Julia Pouly: Oder Einfühlungsvermögen oder ja.
00:08:09.000 --> 00:08:13.000
Julia Pouly: Kritikfähigkeit. Alles, was man sozusagen jetzt als Tugend, als erst mal was.
00:08:13.000 --> 00:08:17.000
Julia Pouly: Ganz Positives sieht, etwas, worauf man vielleicht stolz ist, was man in sich oder anderen.
00:08:18.000 --> 00:08:25.000
Julia Pouly: Schätzt, und wenn wir nach unten gehen, ist das dann, was von Friedemann Schulz von Thun auch so rausgearbeitet wird.
00:08:25.000 --> 00:08:31.000
Julia Pouly: Dass es dort, wie gesagt, diese negative Übertreibung gibt. Also, wenn ich von Mut.
00:08:31.000 --> 00:08:37.000
Julia Pouly: Das Übertreibe kommt dann vielleicht irgendwie so diese Tollkühnheit, so Draufgängertum.
00:08:37.000 --> 00:08:40.000
Julia Pouly: Ohne Rücksicht auf Verluste, also wo einfach.
00:08:40.000 --> 00:08:44.000
Julia Pouly: Der Mut unausgeglichen übertrieben dort ist.
00:08:44.000 --> 00:08:48.000
Julia Pouly: Oder wenn man jetzt hat, Sparsamkeit übertrieben ist jetzt Geiz.
00:08:48.000 --> 00:08:54.000
Julia Pouly: Oder wenn man jetzt besonders zielstrebig ist, kann das übertrieben irgendwie in Verbissenheit.
00:08:54.000 --> 00:08:57.000
Julia Pouly: Irgendwie onboardern.
00:08:58.000 --> 00:09:02.000
Julia Pouly: und dann dies, was dann von Nicola Hartmann kommt, ist, wenn man jetzt in den oberen.
00:09:02.000 --> 00:09:07.000
Julia Pouly: Halt Mut zum Beispiel als Tugend hat, ist dann im Kästchen daneben so.
00:09:07.000 --> 00:09:15.000
Julia Pouly: Die Schwesterntugend, also dieses, was das komplementiert, was da vielleicht Entspannung steht, aber auch zur Balance führt.
00:09:15.000 --> 00:09:19.000
Julia Pouly: Also beim Mut? Wer ist jetzt zum Beispiel Vorsicht oder Umsicht?
00:09:20.000 --> 00:09:23.000
Julia Pouly: Bei Sparsamkeit wäre es irgendwie Großzügigkeit.
00:09:23.000 --> 00:09:28.000
Julia Pouly: Also einmal so was wir so vielleicht erst mal als Gegenteil sehen wollen, aber als positives.
00:09:29.000 --> 00:09:31.000
Julia Pouly: Als positiver Gegenspieler.
00:09:29.000 --> 00:09:31.000
Katja Tressel: Hm.
00:09:31.000 --> 00:09:36.000
Julia Pouly: und natürlich können wir auch von dieser Schwesterntugend nach unten gehen, in die Übertreibung.
00:09:36.000 --> 00:09:41.000
Julia Pouly: Also bei Großzügigkeit, wäre es dann Verschwendung.
00:09:41.000 --> 00:09:45.000
Julia Pouly: Bei Vorsicht wäre es dann zum Beispiel Ängstlichkeit, Feigheit.
00:09:45.000 --> 00:09:49.000
Julia Pouly: Wenn man irgendwie sagt, wie.
00:09:49.000 --> 00:09:52.000
Julia Pouly: Besonders Standhaftigkeit.
00:09:52.000 --> 00:09:57.000
Julia Pouly: Kann dann irgendwie in Sturheit oder Beratungsresistenz übergehen.
00:09:56.000 --> 00:09:58.000
Katja Tressel: Mhm.
00:09:57.000 --> 00:10:01.000
Julia Pouly: und dadurch habe ich so 2 Kästchen. Ich würde jetzt mal.
00:10:01.000 --> 00:10:03.000
Julia Pouly: In meinem inneren Auge ist oben, dass dann irgendwie so der.
00:10:04.000 --> 00:10:09.000
Julia Pouly: Blaue, der grüne Bereich oder der Tugendhimmel, wie Schulz von Thun auch sagt, wo all das ist, was wir jetzt.
00:10:09.000 --> 00:10:13.000
Julia Pouly: Wo wir jetzt einen guten Stempel draufmachen würden und unten dann das.
00:10:13.000 --> 00:10:16.000
Julia Pouly: Was uns vielleicht in uns selbst.
00:10:16.000 --> 00:10:18.000
Julia Pouly: Oder anderen auch stört.
00:10:20.000 --> 00:10:23.000
Julia Pouly: und das war es eigentlich schon. und jetzt kann man damit.
00:10:23.000 --> 00:10:26.000
Julia Pouly: Richtig wunderbar. Eigentlich arbeiten.
00:10:26.000 --> 00:10:29.000
Julia Pouly: Wenn wir jetzt zum Beispiel sagen.
00:10:29.000 --> 00:10:31.000
Julia Pouly: Wir haben einen Konflikt.
00:10:31.000 --> 00:10:35.000
Julia Pouly: Vielleicht ich nehme jetzt mal so ganz das Klischee vom.
00:10:35.000 --> 00:10:39.000
Julia Pouly: Ehepaar Mann und Frau vielleicht auch schon ein höheres Semester.
00:10:39.000 --> 00:10:41.000
Julia Pouly: und sie ist sehr.
00:10:40.000 --> 00:10:42.000
Katja Tressel: Ich.
00:10:42.000 --> 00:10:48.000
Julia Pouly: Sieht sich als sehr sparsam und netter aus, und er sieht sich als sehr großzügig.
00:10:49.000 --> 00:10:54.000
Julia Pouly: Dann kommt im Konflikt oft das. Also, wo man ja sagen würde. Das sind erst mal Schwesternwerte.
00:10:54.000 --> 00:10:57.000
Julia Pouly: Die schon irgendwie gegenteilig sind. Also ist eine gewisse Spannung.
00:10:57.000 --> 00:11:06.000
Julia Pouly: Die es aber auch beide eigentlich braucht. Also, das ist auch so das learning, was man dann hofft, was am Schluss der Konfliktberatung dann rauskommt, dass wir alle schätzen, was im anderen dann noch ist.
00:11:06.000 --> 00:11:13.000
Julia Pouly: und gleichzeitig sieht man dann oft dieses, dass wir sehr schnell im Denken sind. Wenn ich selber mich als sparsam sehe.
00:11:13.000 --> 00:11:16.000
Julia Pouly: und jemand anders sich vielleicht als großzügig sieht.
00:11:16.000 --> 00:11:21.000
Julia Pouly: Kann ich das auch sehr schnell interpretieren in absolute verschwendungssucht.
00:11:21.000 --> 00:11:25.000
Julia Pouly: Also das sind wir als Menschen mit unseren negativity buyers.
00:11:22.000 --> 00:11:24.000
Katja Tressel: Mhm.
00:11:25.000 --> 00:11:30.000
Julia Pouly: Schnell dabei und gleichzeitig, wenn du dich zum Beispiel als besonders großzügig siehst.
00:11:30.000 --> 00:11:36.000
Julia Pouly: und ich mit meiner pinkligen Sparsamkeit, wo du mir deinen absoluten Geiz vorwirfst.
00:11:36.000 --> 00:11:40.000
Julia Pouly: und wo wir uns jeweils Sonnen in dem Himmel der Tugenden.
00:11:40.000 --> 00:11:41.000
Katja Tressel: Mhm.
00:11:40.000 --> 00:11:42.000
Julia Pouly: und immer so nach schräg unten.
00:11:42.000 --> 00:11:44.000
Julia Pouly: Negativ bewerten.
00:11:45.000 --> 00:11:50.000
Julia Pouly: und das ist richtig toll. Wenn man das im Modell aufbaut.
00:11:50.000 --> 00:11:57.000
Julia Pouly: Weil man dort dazu angehalten wird, dann zu hinterfragen, wenn ich jemandem Verschwendung vorwerfe.
00:11:58.000 --> 00:12:02.000
Julia Pouly: Was ist der gute Kern? Was ist eigentlich da? Steckt eine Tugend dahinter?
00:12:02.000 --> 00:12:07.000
Julia Pouly: Die man jetzt auch schätzen kann. Was ist vielleicht auch die positive Intention.
00:12:07.000 --> 00:12:13.000
Julia Pouly: und gleichzeitig kann ich so auch sehen. So oh ne, ich bin total sparsam. Das ist doch, was super gutes.
00:12:13.000 --> 00:12:20.000
Julia Pouly: Was könnte der andere da rein interpretieren? Was könnte man mir unterstellen, wenn der andere meint, es wäre zu viel.
00:12:20.000 --> 00:12:22.000
Julia Pouly: Des Guten.
00:12:23.000 --> 00:12:28.000
Julia Pouly: So weit. Das ist eigentlich schon erkennen. und genau in dem Feedback, das hatte ich ja auch angesprochen.
00:12:28.000 --> 00:12:32.000
Julia Pouly: So ist mir das früher auch das erste Mal begegnet. In so Führungskräftetrainings.
00:12:32.000 --> 00:12:36.000
Julia Pouly: Wo man richtig schön sagen kann: okay, ich sehe die Person.
00:12:36.000 --> 00:12:40.000
Julia Pouly: Das Einfachste, was auszufüllen ist, ist meistern und links.
00:12:39.000 --> 00:12:41.000
Katja Tressel: Mhm.
00:12:40.000 --> 00:12:44.000
Julia Pouly: Also jetzt eigentlich zum Beispiel als absolut perfektionistisch.
00:12:43.000 --> 00:12:45.000
Katja Tressel: Mhm.
00:12:44.000 --> 00:12:49.000
Julia Pouly: Pedantisch. Also, das ist also unerträglich. So diese Kleinkariertheit.
00:12:49.000 --> 00:12:55.000
Julia Pouly: und wo man sich dann hinsetzt und sagt: ja, aber was steckt dann dahinter? Also ist diese Person auch besonders.
00:12:53.000 --> 00:12:55.000
Katja Tressel: Mhm.
00:12:55.000 --> 00:13:01.000
Julia Pouly: Genau. Man kann sich da verlassen, dass auch Details berücksichtigt werden. Ist da vielleicht dahinter auch irgendwie.
00:13:02.000 --> 00:13:04.000
Julia Pouly: Besonders Streben nach Exzellenz.
00:13:04.000 --> 00:13:08.000
Julia Pouly: usw. Also, was kann ich wertschätzen, was dahinter ist?
00:13:08.000 --> 00:13:13.000
Julia Pouly: und das gibt mir einen guten Einstieg, auch in ein Feedback-gespräch, weil ich die andere Person dann sehe.
00:13:13.000 --> 00:13:16.000
Julia Pouly: In dem Guten, was sie mitbringt, und der Charaktereigenschaft.
00:13:16.000 --> 00:13:18.000
Katja Tressel: Mhm.
00:13:17.000 --> 00:13:19.000
Julia Pouly: und kann dann einen Wunsch.
00:13:19.000 --> 00:13:21.000
Julia Pouly: Öffnen oder gemeinsam arbeiten.
00:13:21.000 --> 00:13:23.000
Julia Pouly: Wie ich mehr dann auch diesen schwesternwert.
00:13:23.000 --> 00:13:28.000
Julia Pouly: Erlebe also vielleicht da, wenn jemand so da pedantisch ist. Ich wünsche mir vielleicht mehr.
00:13:24.000 --> 00:13:26.000
Katja Tressel: Hm.
00:13:28.000 --> 00:13:35.000
Julia Pouly: Flexibilität auch mal irgendwie 2 Grade sein zu lassen irgendwie vielleicht auch ein bisschen kontrollabgabe.
00:13:35.000 --> 00:13:38.000
Julia Pouly: Also, das ist dann ganz individuell. Da gibt es jetzt auch erst mal nicht, würde ich sagen.
00:13:38.000 --> 00:13:41.000
Julia Pouly: So richtig und falsch, sondern einfach, sodass.
00:13:42.000 --> 00:13:46.000
Julia Pouly: Ganz achtsamer betrachten, was.
00:13:46.000 --> 00:13:49.000
Julia Pouly: Ist da, und was braucht es sozusagen dagegen.
00:13:48.000 --> 00:13:50.000
Katja Tressel: Mhm.
00:13:50.000 --> 00:13:55.000
Katja Tressel: und dann ermöglicht ja der Wert, zu dem man sich hin entwickeln will. Auch die.
00:13:55.000 --> 00:14:06.000
Katja Tressel: Also, wenn der da steht, dann kann man ja gucken. Was könnte der Weg sein? Also, über welche Verhaltensweisen kann ich mich hin entwickeln. Welche Schritte kann ich gehen? Will ich auch gehen? Wie weit will ich gehen?
00:14:06.000 --> 00:14:08.000
Katja Tressel: Zum Beispiel.
00:14:07.000 --> 00:14:12.000
Julia Pouly: Genau bezüglich der persönlichen Entwicklung, dass es also diese einzelnen Schritte zu gehen. Das ist.
00:14:09.000 --> 00:14:11.000
Katja Tressel: Hm.
00:14:12.000 --> 00:14:16.000
Julia Pouly: Manchmal ein bisschen kritisch, jemandem das genau vorzuschreiben, aber.
00:14:15.000 --> 00:14:17.000
Katja Tressel: Hm.
00:14:16.000 --> 00:14:19.000
Julia Pouly: Es eröffnen, wie du meinst, halt so diesen Rahmen wirklich.
00:14:19.000 --> 00:14:21.000
Julia Pouly: Kein Schritt, dich dann zu denken und zu arbeiten.
00:14:20.000 --> 00:14:22.000
Katja Tressel: Mhm.
00:14:22.000 --> 00:14:25.000
Julia Pouly: Ohne das abzutun, was schon da ist.
00:14:25.000 --> 00:14:26.000
Katja Tressel: Genau.
00:14:25.000 --> 00:14:31.000
Julia Pouly: Also man einfach sagt: so klein bisschen zurück, den reicht und dann von dem anderen noch. und dann sind wir wieder richtig im grünen Bereich.
00:14:29.000 --> 00:14:31.000
Katja Tressel: Hm.
00:14:31.000 --> 00:14:43.000
Katja Tressel: und diese Schritte kann man ja ganz schön mit so einem zielorientierten Coaching oder lösungsorientierten Coaching dann definieren. Also kann ja der Klient oder die Klientin für sich dann entwickeln, begleitet durch den Coach.
00:14:44.000 --> 00:14:47.000
Julia Pouly: Ja sehr und wie wir ja beide festgestellt haben.
00:14:45.000 --> 00:14:47.000
Katja Tressel: Vielen Dank.
00:14:48.000 --> 00:14:51.000
Julia Pouly: Also einfach dadurch, dass man da so 4 kleine Quadrate aufmalt.
00:14:52.000 --> 00:14:56.000
Julia Pouly: Hat man eine wunderbare Struktur, einfach schon für das Gespräch.
00:14:54.000 --> 00:14:56.000
Katja Tressel: Mhm.
00:14:56.000 --> 00:14:58.000
Julia Pouly: Also, ich finde es immer wieder.
00:14:58.000 --> 00:15:00.000
Julia Pouly: Positiv überraschend.
00:15:00.000 --> 00:15:06.000
Julia Pouly: Wie viel da rauskommt. Also, es kann manchmal ein bisschen schwer sein, sofort diesen Kern des Wertes irgendwie.
00:15:07.000 --> 00:15:09.000
Julia Pouly: Da rauszuarbeiten.
00:15:09.000 --> 00:15:12.000
Julia Pouly: Das muss aber auch finde ich nicht in den ersten 2 min von dem Gespräch passieren.
00:15:13.000 --> 00:15:15.000
Julia Pouly: Es geht ja wirklich um das.
00:15:15.000 --> 00:15:17.000
Julia Pouly: In kahnemann Sinne langsamem denken.
00:15:17.000 --> 00:15:19.000
Katja Tressel: Mhm.
00:15:18.000 --> 00:15:24.000
Julia Pouly: und da reicht es ja, wenn man anfängt, erst mal mit dem zu beschreiben, was da ist. Also, welches Verhalten erlebe ich.
00:15:24.000 --> 00:15:26.000
Julia Pouly: In anderen oder mir.
00:15:26.000 --> 00:15:29.000
Julia Pouly: und dann wir können ja auch in andere Leute nicht reingucken.
00:15:29.000 --> 00:15:33.000
Julia Pouly: Aber was unterstelle ich da auch? Oder womit identifiziere ich mich, mit welchen.
00:15:30.000 --> 00:15:32.000
Katja Tressel: Mhm.
00:15:32.000 --> 00:15:34.000
Katja Tressel: Ja. Mhm.
00:15:34.000 --> 00:15:35.000
Julia Pouly: Tugenden und Werten.
00:15:35.000 --> 00:15:39.000
Katja Tressel: und das finde ich auch einen spannenden aspekt wie wir.
00:15:39.000 --> 00:15:42.000
Katja Tressel: Also, gerade wenn man so vom Verhalten ausgeht.
00:15:43.000 --> 00:15:49.000
Katja Tressel: Dass man sich selber auch auf die Schliche kommen kann, welches Verhalten man schon mit welchem Stempel versieht.
00:15:49.000 --> 00:15:58.000
Katja Tressel: Also so das eigene, vielleicht mit der Tugend. Das Verhalten einer anderen Person stempelt man dann vielleicht mit einer Untugend ab oder mit einer Übertreibung.
00:15:58.000 --> 00:16:02.000
Katja Tressel: Obwohl es vielleicht auch situativ war.
00:16:03.000 --> 00:16:11.000
Katja Tressel: und dann hat die ganze Person den Stempel. Plötzlich. Also, ich finde es, weil du gerade das schnelle und langsame Denken erwähnst.
00:16:11.000 --> 00:16:19.000
Katja Tressel: Auch noch mal wirklich ein gutes Modell, sich selber zu verlangsamen und seine eigenen Einstellungen Bewertungen.
00:16:19.000 --> 00:16:24.000
Katja Tressel: Dadurch klar zu kriegen oder überhaupt mal bewusst zu kriegen, weil meistens läuft das ja unbewusst ab.
00:16:25.000 --> 00:16:29.000
Julia Pouly: Genau. Also, es geht super schnell andere Leute und manchmal auch sich selbst irgendwie.
00:16:29.000 --> 00:16:31.000
Katja Tressel: Genau.
00:16:29.000 --> 00:16:32.000
Julia Pouly: Zu bewerten im positiven oder negativen sinne.
00:16:32.000 --> 00:16:34.000
Katja Tressel: Mhm.
00:16:33.000 --> 00:16:38.000
Julia Pouly: und dann, wir hatten ja auch Beispiele für Personen, die besonders selbstkritisch sind, und dann irgendwie, vielleicht kommen.
00:16:38.000 --> 00:16:41.000
Julia Pouly: Sagen sie: oh, ich habe meine größte Schwäche ist.
00:16:42.000 --> 00:16:46.000
Julia Pouly: und wie kann ich denn jeder von uns gehen? Ich müsste eigentlich ein anderer Mensch sein und ein guter Mensch zu sein.
00:16:42.000 --> 00:16:44.000
Katja Tressel: Ja.
00:16:45.000 --> 00:16:47.000
Katja Tressel: Okay.
00:16:46.000 --> 00:16:49.000
Julia Pouly: und das ist auch eine schöne Einladung, dann zu gucken, so.
00:16:50.000 --> 00:16:52.000
Julia Pouly: Ja, es ist nicht alles schlicht.
00:16:52.000 --> 00:16:56.000
Julia Pouly: Was du da machst und tust. und so. Es ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten.
00:16:53.000 --> 00:16:55.000
Katja Tressel: Ja.
00:16:55.000 --> 00:16:57.000
Katja Tressel: Ja. Mhm.
00:16:57.000 --> 00:17:01.000
Julia Pouly: und daraus zu arbeiten, Was so der wertvolle Kern davon ist.
00:17:01.000 --> 00:17:03.000
Katja Tressel: Mhm.
00:17:01.000 --> 00:17:04.000
Julia Pouly: Weil aus so einer Perspektive lässt sich natürlich auch viel.
00:17:04.000 --> 00:17:11.000
Julia Pouly: Einfacher, eine Entwicklung zu starten als dem Punkt: Ich bin schlecht, Ich mach alles falsch. Ich kann gar nichts, und ich muss.
00:17:08.000 --> 00:17:10.000
Katja Tressel: Ja, Ja.
00:17:11.000 --> 00:17:14.000
Julia Pouly: Mal ein anderer sein. Das ist meistens immer ein bisschen.
00:17:12.000 --> 00:17:19.000
Katja Tressel: Genau, naja, so Verallgemeinerungen sind ja eher hinderlich und so.
00:17:14.000 --> 00:17:16.000
Julia Pouly: Heftiger Ausgangspunkt.
00:17:19.000 --> 00:17:27.000
Katja Tressel: Ich kenne das auch. Also in der Stressbewältigung oder Stressprävention wird das auch eingesetzt. Also Kaluza hat es in seinem Training.
00:17:27.000 --> 00:17:36.000
Katja Tressel: Wo es darum geht. Was sind so meine inneren Antreiber, Also bin ich perfektionistisch. Muss ich alles alleine machen, bin ich sehr harmoniebedürftig.
00:17:36.000 --> 00:17:40.000
Katja Tressel: Wo man dann auch eher aus der Übertreibung kommend guckt.
00:17:41.000 --> 00:17:45.000
Katja Tressel: Wohin kann die Entwicklung gehen, um in die Tugend zu kommen?
00:17:46.000 --> 00:17:50.000
Julia Pouly: Genau, und es ist ja was anderes, wenn man sagt, man dreht den Regler ein Stück zurück.
00:17:49.000 --> 00:17:51.000
Katja Tressel: Mhm.
00:17:50.000 --> 00:17:52.000
Julia Pouly: Anstatt ich muss was komplett ablegen.
00:17:52.000 --> 00:17:54.000
Katja Tressel: Genau. Ja.
00:17:52.000 --> 00:17:55.000
Julia Pouly: Dass es ja wirklich so geht. Das ist ja auch.
00:17:55.000 --> 00:18:00.000
Julia Pouly: Ja, Also, ich finde schon allein die Idee ist irgendwie erleichtert, wenn einfach sagt: nee, ich mache das grundsätzlich schon richtig.
00:17:59.000 --> 00:18:01.000
Katja Tressel: Ja.
00:18:00.000 --> 00:18:04.000
Julia Pouly: Ich brauche nur vielleicht so ein bisschen weniger von dem und dazu noch ein bisschen, was.
00:18:04.000 --> 00:18:07.000
Julia Pouly: Dass die Waagschale irgendwie ins gerade rückt.
00:18:07.000 --> 00:18:13.000
Julia Pouly: Oder auch wenn man sich halt genau bewusst ist, was man hat, wenn man sagt: ja, ich suche mir jemanden.
00:18:13.000 --> 00:18:20.000
Julia Pouly: Oder ein Umfeld oder ein Prozess oder ein Team, der mir da Balance gibt. Wenn ich eher zu irgendwie Chaos neige.
00:18:19.000 --> 00:18:21.000
Katja Tressel: Ja.
00:18:21.000 --> 00:18:28.000
Julia Pouly: und dann sage ich: ja, okay, nimm was ist im Chaos? Das ist ja auch Flexibilität, Spontanität drin und so irgendwie so dieser Freigeist.
00:18:28.000 --> 00:18:30.000
Julia Pouly: Sagen, das ist was Gutes, das muss ich nicht ablegen.
00:18:30.000 --> 00:18:32.000
Katja Tressel: Mhm.
00:18:31.000 --> 00:18:37.000
Julia Pouly: Aber vielleicht brauche ich auch irgendwas, was Ordnung schafft und so, und das können ja einfach Prozesse sein. Automatisierung und so.
00:18:38.000 --> 00:18:41.000
Julia Pouly: Wo ich dann selber mir schaffe. Ja, was brauche ich.
00:18:41.000 --> 00:18:43.000
Julia Pouly: Um mir in mir in anderen.
00:18:44.000 --> 00:18:48.000
Julia Pouly: Damit es sozusagen die Tugend mehr zum Vorschein kommt und ich mich nicht.
00:18:46.000 --> 00:18:51.000
Katja Tressel: Genau und auch in welchen Lebensbereichen ist es wichtig.
00:18:51.000 --> 00:18:59.000
Katja Tressel: und relevant. Also, wo führt das zu Leiden? Wo führt das zu Konflikten? und dann kann ich mit mir selbst wertschätzend umgehen.
00:19:00.000 --> 00:19:10.000
Katja Tressel: Ohne dass ich gleich alles Also, das hast du ja auch schon gesagt, ohne dass ich gleich denke ich muss jetzt alles verändern, jeden Lebensbereich und mich als Persönlichkeit.
00:19:11.000 --> 00:19:16.000
Julia Pouly: Ja, und es ist ja generell Wir hatten da glaube ich auch schon drüber gesprochen vor langer zeit dass ja.
00:19:17.000 --> 00:19:20.000
Julia Pouly: Jetzt Stärke oder Schwäche, also jetzt einfach eine Eigenschaft.
00:19:20.000 --> 00:19:22.000
Julia Pouly: Der immer kontextabhängig ist.
00:19:22.000 --> 00:19:24.000
Katja Tressel: Mhm.
00:19:22.000 --> 00:19:24.000
Julia Pouly: Ob der Effekt jetzt eher.
00:19:24.000 --> 00:19:27.000
Julia Pouly: Als positiv oder negativ bewertet ist.
00:19:27.000 --> 00:19:34.000
Julia Pouly: und es gibt, finde ich auch. Dieses Modell bietet halt so einen schönen Einstieg in diesen Perspektivwechsel und ist da irgendwie so sehr.
00:19:35.000 --> 00:19:37.000
Julia Pouly: Sachte und gleichzeitig sehr Augen öffnend.
00:19:37.000 --> 00:19:43.000
Julia Pouly: Also, weil wir das ja auch haben. Wir hatten jetzt in den Gesprächen im peer-coaching left auch.
00:19:38.000 --> 00:19:39.000
Katja Tressel: Ja.
00:19:43.000 --> 00:19:45.000
Julia Pouly: Oft so diese Erkenntnis.
00:19:46.000 --> 00:19:50.000
Julia Pouly: Ah, so könnte das mein Verhalten interpretiert werden von anderen.
00:19:50.000 --> 00:19:52.000
Katja Tressel: Mhm.
00:19:51.000 --> 00:19:55.000
Julia Pouly: und auch andere haben irgendwie eine andere Vergangenheit haben irgendwie eine andere Brille auf.
00:19:55.000 --> 00:19:57.000
Katja Tressel: Mhm.
00:19:55.000 --> 00:20:01.000
Julia Pouly: und sehen die Sachen anders, was ich vielleicht im ersten Moment nicht erwartet habe, was ich mir da irgendwie nachvollziehen kann.
00:20:02.000 --> 00:20:07.000
Julia Pouly: So mein schöner Anspruch und dass ich hier so ehrgeizig bin.
00:20:07.000 --> 00:20:11.000
Julia Pouly: Wird irgendwie da, als Verbissenheit und so übertrieben irgendwie angenommen.
00:20:11.000 --> 00:20:12.000
Katja Tressel: Mhm.
00:20:12.000 --> 00:20:15.000
Julia Pouly: und das ist irgendwie dann das Verständnis kommt dann zu merken: oh ja, wir.
00:20:15.000 --> 00:20:21.000
Julia Pouly: Interpretieren das Verhalten und die Sache nicht immer. Meine gute Intention wird nicht immer sofort offensichtlich für alle.
00:20:20.000 --> 00:20:22.000
Katja Tressel: Genau. Ja.
00:20:22.000 --> 00:20:24.000
Julia Pouly: und das kann dann auch wieder.
00:20:24.000 --> 00:20:26.000
Julia Pouly: So ermöglichen, ein mitfühlenderes.
00:20:26.000 --> 00:20:28.000
Julia Pouly: Verhalten gegenüber anderen.
00:20:28.000 --> 00:20:31.000
Julia Pouly: Wenn man das irgendwie versteht und nicht dabei ist.
00:20:31.000 --> 00:20:35.000
Julia Pouly: Sich irgendwie zu verteidigen oder schnell in Gegenangriff zu kommen.
00:20:33.000 --> 00:20:35.000
Katja Tressel: Mhm.
00:20:35.000 --> 00:20:39.000
Katja Tressel: Uns gerade so für Konfliktlösungen, Konfliktmanagement auch.
00:20:39.000 --> 00:20:43.000
Katja Tressel: Dann ein wirklich wertvolles Werkzeug, um.
00:20:43.000 --> 00:20:46.000
Katja Tressel: Zu diesen Erkenntnissen überhaupt mal zu gelangen.
00:20:47.000 --> 00:20:52.000
Julia Pouly: Meistens sind ja immer. Also, es sind ja immer so. Die großen Thema sind ja irgendwie Unsicherheit, Angst.
00:20:51.000 --> 00:20:53.000
Katja Tressel: Hm.
00:20:52.000 --> 00:20:55.000
Julia Pouly: und irgendwie Wertschätzung oder mangelnde Wertschätzung.
00:20:54.000 --> 00:20:56.000
Katja Tressel: Mhm.
00:20:55.000 --> 00:21:01.000
Julia Pouly: Also, es ist ja in fast allen Sachen, ob es jetzt im Unternehmenskonflikt oder in privaten Konflikten ist.
00:21:01.000 --> 00:21:04.000
Julia Pouly: Geht es ja immer darum. Wir möchten in unserer ganzen.
00:21:04.000 --> 00:21:07.000
Julia Pouly: Großartigkeit irgendwie gesehen und wertgeschätzt werden.
00:21:06.000 --> 00:21:08.000
Katja Tressel: Genau. Ja. Mhm.
00:21:07.000 --> 00:21:09.000
Julia Pouly: und.
00:21:09.000 --> 00:21:13.000
Julia Pouly: Möchten irgendwie vermeiden, dass unsere Ängste wahr werden.
00:21:14.000 --> 00:21:20.000
Julia Pouly: und ich finde es ja immer wieder spannend, auch dass man immer das Gefühl hat, alle anderen Leute sind total.
00:21:20.000 --> 00:21:28.000
Julia Pouly: Selbstbewusst und zufrieden und angstbefreit und zielstrebig und dann zu merken, dass die meisten Menschen eigentlich doch.
00:21:21.000 --> 00:21:23.000
Katja Tressel: Mhm.
00:21:23.000 --> 00:21:25.000
Katja Tressel: Ja.
00:21:25.000 --> 00:21:27.000
Katja Tressel: Wahnsinn.
00:21:28.000 --> 00:21:32.000
Julia Pouly: Irgendwie mit Angst und Unsicherheiten zu kämpfen haben und.
00:21:32.000 --> 00:21:35.000
Julia Pouly: Immer wieder irgendwie das Gefühl brauchen, dass sie doch.
00:21:35.000 --> 00:21:38.000
Julia Pouly: Gut genug sind und dass sie geliebt und geschätzt werden.
00:21:37.000 --> 00:21:46.000
Katja Tressel: Ja, es sind halt immer so, die man kommt, dann doch immer wieder auf diese kernmenschlichen Kernthemen sich zeigen dürfen, wie man ist.
00:21:39.000 --> 00:21:41.000
Julia Pouly: Ähm.
00:21:47.000 --> 00:21:49.000
Katja Tressel: Ohne beschämt zu werden.
00:21:49.000 --> 00:21:51.000
Katja Tressel: Gesehen werden.
00:21:52.000 --> 00:21:55.000
Katja Tressel: Wohlwollend gesehen werden geliebt werden.
00:21:55.000 --> 00:22:01.000
Katja Tressel: und es schwingt alles so drunter mit, und das finde ich auch spannend. Man kommt dann da tiefer, auch mit so einem Modell.
00:22:02.000 --> 00:22:04.000
Julia Pouly: Ja, Also, mich hat das total.
00:22:05.000 --> 00:22:09.000
Julia Pouly: Überzeugt, auch bei den Sachen, wo man erst mal denkt: passt das jetzt hier gut oder nicht.
00:22:10.000 --> 00:22:16.000
Julia Pouly: und man kann in einem Gespräch einem Coaching Gespräch auch mehrere Entwicklungs und Wertequadrate eröffnen.
00:22:16.000 --> 00:22:18.000
Katja Tressel: Hm.
00:22:16.000 --> 00:22:21.000
Julia Pouly: Also wenn man ja sagt, jede eigene Tugend hat ihre Schwesterntugend und die negativen Übertreibungen.
00:22:22.000 --> 00:22:28.000
Julia Pouly: und wir selbst leben ja mehr als jetzt eine Tugend, einen Wert oder eine Charaktereigenschaft und so.
00:22:26.000 --> 00:22:28.000
Katja Tressel: Ja.
00:22:28.000 --> 00:22:30.000
Julia Pouly: und.
00:22:30.000 --> 00:22:34.000
Julia Pouly: Das ist ganz spannend, also zum Verständnis von anderen. Ich meine, da sind wir ja auch immer.
00:22:34.000 --> 00:22:40.000
Julia Pouly: Hypothetisch unterwegs. Wir stellen ja dann Hypothesen auf, was die anderen wohl denken, was die anderen wohl wahrnehmen.
00:22:38.000 --> 00:22:39.000
Katja Tressel: Mhm.
00:22:40.000 --> 00:22:43.000
Julia Pouly: Was die anderen wohl für eine Intention haben.
00:22:43.000 --> 00:22:47.000
Julia Pouly: und am meisten finde ich, wirkt es ja wirklich. Wenn man sich selber anschaut.
00:22:47.000 --> 00:22:49.000
Katja Tressel: Ja.
00:22:48.000 --> 00:22:53.000
Julia Pouly: Also da auch rauskommt und wie gesagt, das so hinterfragt, weil wir ja eigentlich immer denken. Wir wissen genau, wer wir sind.
00:22:53.000 --> 00:22:55.000
Katja Tressel: Mhm.
00:22:54.000 --> 00:22:57.000
Julia Pouly: und meistens kommen dann irgendwie ja noch viel zum Vorschein.
00:22:57.000 --> 00:23:00.000
Julia Pouly: Wenn man da nochmal genau nachfragt.
00:22:59.000 --> 00:23:06.000
Katja Tressel: Ja, und dann sowas, was auch und das finde ich in jedem coaching-gespräch im Grunde wichtig. Wenn man tiefer kommen möchte.
00:23:07.000 --> 00:23:13.000
Katja Tressel: Der Aspekt des Verlangsamens, und ich habe den einen Prozess.
00:23:14.000 --> 00:23:17.000
Katja Tressel: Den ich beobachtet habe. Da fand ich das frappierend, weil.
00:23:17.000 --> 00:23:22.000
Katja Tressel: Die Geschichte am Anfang wirklich wahnsinnig schnell erzählt wurde. Das.
00:23:22.000 --> 00:23:28.000
Katja Tressel: Kenne ich auch aus Coachings, dass die Leute kommen mit einer Geschichte, die sie in einem irren Tempo, einem erzählen.
00:23:28.000 --> 00:23:33.000
Katja Tressel: Weil so viel los ist im Inneren ist ja auch in Ordnung. Ich will das jetzt gar nicht abwerten.
00:23:34.000 --> 00:23:37.000
Katja Tressel: und dann geht man in so einen Prozess rein.
00:23:37.000 --> 00:23:39.000
Katja Tressel: und und plötzlich wird.
00:23:39.000 --> 00:23:47.000
Katja Tressel: Wird das Denken eben verlangsamt. Dadurch, dass man ja immer überlegen muss. Wie könnte mich die andere Person sehen? Wie sehe ich die andere Person usw.
00:23:47.000 --> 00:23:55.000
Katja Tressel: und dann kommen Erinnerungen hoch. Da fand ich so frappierend eine Erinnerung hoch, die so hoch relevant war für das.
00:23:55.000 --> 00:23:57.000
Katja Tressel: Aktuelle Geschehen.
00:23:57.000 --> 00:24:00.000
Katja Tressel: Weil es noch mal ein Spiegel wahr dessen, was schon mal was.
00:24:00.000 --> 00:24:07.000
Katja Tressel: Schon mal passiert ist, die unheimlich wichtig war für die Erkenntnis, Dann, am Ende und fürs Weiterkommen.
00:24:07.000 --> 00:24:12.000
Katja Tressel: Da finde ich es auch schön, dass so ein Modell einen ganz elegant verlangsamen kann.
00:24:13.000 --> 00:24:19.000
Katja Tressel: Ich kenne das sonst so. Wenn ich das versuche, ohne Modell, dass ich schon manchmal auch struggle, wenn ich da als Coachin bin und.
00:24:20.000 --> 00:24:24.000
Katja Tressel: Versuche ein bisschen, dass mein Gegenüber so ein bisschen runterkommt.
00:24:24.000 --> 00:24:27.000
Katja Tressel: Aber damit ging das ging das ganz elegant.
00:24:27.000 --> 00:24:36.000
Katja Tressel: Hat mich nochmal auch positiv überrascht und bestärkt doch auch mal mit so Modellen mehr wieder zu arbeiten.
00:24:36.000 --> 00:24:40.000
Julia Pouly: Es kann ja auch gut sein, dass man damit anfängt.
00:24:41.000 --> 00:24:48.000
Julia Pouly: und dann wieder irgendwie da, was aufgemacht wird, und man weiß, man geht in eine andere Richtung, Aber gerade weil es ja so kompakt. Wie gesagt sind so 4 Vierecke.
00:24:42.000 --> 00:24:44.000
Katja Tressel: Mhm.
00:24:44.000 --> 00:24:46.000
Katja Tressel: Ja. Mhm.
00:24:48.000 --> 00:24:53.000
Julia Pouly: Es ist jetzt keine große Sache. Man kann davon auch weggehen und soll als Einstieg nehmen.
00:24:52.000 --> 00:24:54.000
Katja Tressel: Mhm.
00:24:53.000 --> 00:24:56.000
Julia Pouly: Aber ich finde es auch. Es ist irgendwie.
00:24:56.000 --> 00:25:01.000
Julia Pouly: Auch berührend finde ich drunter diese Idee so. Es braucht immer 2 Sachen, also auch.
00:25:00.000 --> 00:25:02.000
Katja Tressel: Mhm.
00:25:01.000 --> 00:25:05.000
Julia Pouly: Wo es eigentlich heißt, also in uns vielleicht dann diese Ergänzung.
00:25:06.000 --> 00:25:07.000
Julia Pouly: Aber auch dieses.
00:25:08.000 --> 00:25:13.000
Julia Pouly: Ja, so Unterschiede braucht es irgendwie zusammen. Das finde ich so schön. Also, das ist so diese Heterogenität.
00:25:10.000 --> 00:25:12.000
Katja Tressel: Ja, Ja.
00:25:13.000 --> 00:25:15.000
Julia Pouly: Irgendwie wahrnimmt und so auch.
00:25:15.000 --> 00:25:19.000
Julia Pouly: Die Augen öffnet. Wir sollten nicht alle gleich sein.
00:25:19.000 --> 00:25:22.000
Julia Pouly: und vielleicht reimen wir uns einander. Wenn wir unterschiedlich sind.
00:25:19.000 --> 00:25:21.000
Katja Tressel: Ja.
00:25:22.000 --> 00:25:24.000
Julia Pouly: Aber wir bereichern uns auch damit.
00:25:24.000 --> 00:25:26.000
Katja Tressel: Genau. Ja.
00:25:24.000 --> 00:25:27.000
Julia Pouly: und das gibt irgendwie so ein.
00:25:27.000 --> 00:25:31.000
Julia Pouly: Schönes, wertschätzendes und so optimistisches Grundgefühl.
00:25:31.000 --> 00:25:34.000
Katja Tressel: Auf jeden Fall auf jeden Fall.
00:25:35.000 --> 00:25:39.000
Julia Pouly: Ja, ich würde sagen, damit haben wir doch schon ein schönes.
00:25:39.000 --> 00:25:41.000
Julia Pouly: Quadratisches Päckchen geschürt. Heute.
00:25:41.000 --> 00:25:43.000
Katja Tressel: Vielen Dank.
00:25:42.000 --> 00:25:46.000
Julia Pouly: und möchten euch auf jeden Fall einladen.
00:25:46.000 --> 00:25:50.000
Julia Pouly: Das ja selbst weiter zu erforschen.
00:25:50.000 --> 00:25:55.000
Julia Pouly: und auch mal anzuwenden. Wie gesagt, kommt gerne auch mal in unserem P-coaching Lab vorbei.
00:25:55.000 --> 00:25:59.000
Julia Pouly: Da probieren wir sowas immer dann gleich in 2 oder Dreierteams.
00:25:59.000 --> 00:26:03.000
Julia Pouly: In einem ganz wertschätzenden und sicheren Rahmen aus.
00:26:04.000 --> 00:26:06.000
Julia Pouly: und ja.
00:26:06.000 --> 00:26:09.000
Julia Pouly: Hoffen, dass ihr eure Schwesterntugenden.
00:26:09.000 --> 00:26:15.000
Julia Pouly: Alle schön hitschelt und pflegt und beim nächsten Mal hier wieder mit Dabei seid.
00:26:13.000 --> 00:26:14.000
Katja Tressel: Vielen Dank.
00:26:16.000 --> 00:26:18.000
Julia Pouly: Vielen Dank.
00:26:16.000 --> 00:26:18.000
Katja Tressel: Bis zum nächsten Mal.
00:26:18.000 --> 00:26:20.000
Julia Pouly: Dann tschüss.